Arbeitsschutzausstattung

Heute gitb es einen kleinen Ausflug in die Welt des Arbeitsschutzes und der Arbeitsbekleidung.

Zunächst möchte ich mich dem Thema widmen, warum Arbeitsschutz und damit auch Arbeitsschutzausstattung unverzichtlich ist:

Grundsätzlich ist der Arbeitsschutz dafür verantwortlich, Unfälle zu vermeiden oder die Auswirkungen zu verringern. Im betrieblichen Umfeld gibt es hierzu das Arbeitsschutzgesetz, welches jedoch auch auf privaten Baustellen bei der Erbringung von Eigenleistungen (egal ob mit oder ohne Hilfe) Beachtung finden sollte.

Insbesondere sollten Sie bei den Helfern, die sie über die BG BAU versichern müssen darauf achten, dass die Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes eingehalten werden, um im Falle eines Unfalls keine Regressansprüche wegen Nichteinhaltung erwarten zu müssen.

 

Folgende Arbeitsschutzausstattung darf nicht fehlen:

Sicherheitsschuhe der Schutzklasse 3* sollte Grundsätzlich jeder Helfer tragen. Sie können natürlich in Abhängigkeit der durch den Helfer durchzuführenden Arbeiten auch Schuhe der Klassen 1 oder 2 nehmen, aber mit S3 Schuhen sind Sie definitiv auf der sicheren Seite.

Ich persönlich bevorzuge hier halbhohe Modelle, da diese zusätzliche Stabilität und damit einen zusätzlichen Schutz vor Umknicken bieten. Mein bevorzugtes Modell ist der Lowa Leandro Work GTX mid S3*, da diese – zumindest für mein Empfinden – besonders bequem sind und die Stahlkappe auch beim Hinknien nicht einschneidet.

Weiterhin bietet sich an, den Helfern Schutzhelme, die die DIN EN 397 erfüllen, wie beispielsweise den UVEX Superboss* oder vergleichbare Modelle zur Verfügung stellen. Das verlinkte Modell ist sehr gut an die Kopfform anpassbar und sitzt sehr bequem. Weiterhin kann der Helm durch ein Schutzvisier und Gehörschutz ergänzt werden, wobei ich – je nach zu erledigender Arbeit – eher zu einer Schutzbrille* tendiere. Insbesondere der deutlich geringere Preis im Vergleich zum Schutzvisier macht diese Variante interessanter. Meine Preis-Leistungs Empfehlung hier ist die UVEX pheos*, die bequem sitzt und bei der Arbeit kaum stört.

Bei vielen Arbeiten darf zur Verwidung einer Schädigung des Gehörs  ein Gehörschutz* nicht fehlen. Sowohl aus Komfort- als auch aus Preis-Leistungs Sicht empfehle ich hier den 3M Peltor Optime II*.

 

Nun zum Thema Arbeitsbekleidung:

Arbeitshosen sind praktisch, da sie einerseits nicht so schnell verschleißen bzw. an den stärker beanspruchten Stellen verstärkt sind, zusätzlich noch die Möglichkeit bietet Kniepolster aufzunehmen, um kniende Arbeiten angenehmer auszuführen und weiterhin mit speziellen Taschen um Werkzeuge wie Schraubendreher, Gliedermaßstab & Co. gut erreichbar und sicher verstauen zu können.

Nach diversen Tests von Arbeitshosen aller möglichen Preislagen und vieler Hersteller hat die Pionier Arbeitshose „Tools“* auf Grund der hohen Materialqualität und der erstklassigen Verarbeitung zu einem meiner Favoriten entwickelt. Diese hat gegenüber meinem zweiten Favoriten, der Engelbert Strauss Motion 2020 den Vorteil, dass eine Art Nierengurt bereits integriert ist, was dazu führt, dass auch bei gebückten oder knienden Arbeiten der untere Rücken bedeckt bleibt.

Es ist mir bewusst, dass es im ersten Moment uninteressant scheint, so viel Geld für eine Arbeitshose auszugeben, aber sowohl beim Innenausbau, als auch bei der Gartengestaltung und auch bei wiederkehrenden Arbeiten im Garten bietet es sich an die Arbeitshose wieder aus dem Schrank zu holen. Günstige Arbeitshosen, wie es sie bei Discountern oder auch bei anderen Händlern gibt haben sich bei mir nach kurzer Nutzungsdauer immer in ihre Einzelteile zerlegt. Entweder sind die Knie oder der Schritt verschlissen. Hätte ich alle günstigen Arbeitshosen nicht gekauft und stattdessen direkt in eine der beiden von mir inzwischen bevorzugten Modelle investiert hätte ich am ende weniger geld für eine insgesamt längere Nutzungsdauer ausgegeben. Hier bewahrheitet sich wieder das Sprichwort „wer billig kauft kauft zweimal“.

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Auf der Suche nach dem Grundstück

Als die Entscheidung für ein Neubau getroffen war ging es nun im Frühjahr 2017 an die Grundstücksuche.

„Es kann ja nicht so schwer sein, ein Grundstück zu finden, es ist ja noch so viel unbebaut“ – ungefähr so waren unsere utopischen Gedanken.

Nirgendwo sind die regionalen Unterschiede größer als in der Immobilienwelt aber dennoch ist eines überall gleich: es gibt drei wichtige Faktoren, die den Preis bestimmen:

  1. die Lage
  2. die LAGE
  3. DIE LAGE

Eine Entwicklung der ich sehr kritisch gegenüberstehe ist die Tatsache, dass die freien Grundstücke von den Bauunternehmen gekauft werden um so auf den vorhandenen freien Grundstücken keine Konkurrenz zu haben und die Preise frei gestalten zu können. Neben diesem zwielichtigen Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen ergeben sich aber auch steuerrechtliche Nachteile für den Käufer:

Es ergibt sich nämlich dadurch ein wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Grundstückskauf und Hausbau, wodurch auch der zu zahlende Hauspreis unter die Grunderwerbsteuer fällt. – Theoretisch könnte dieses sogar zum Vorteil genutzt werden, da so die USt bzw. MwSt. entfallen könnte, aber nur, weil diese unter bestimmten Umständen (Doppelbesteuerung) nicht abgeführt werden müsste heißt es nicht, dass das für das Bauunternehmen zutrifft bzw. dass das Unternehmen die nicht abzuführenden Steuern an den Kunden weitergibt.

Zum Glück sollte Ende 2017 der nächste Bauabschnitt des in der Nähe gelegenen Neubaugebiets beginnen. So haben wir uns bereits in der Planungsphase mit dem Zuständigen Ingenieurbüro in VErbindung gesetzt und die Pläne erhalten. Anhand dieser Pläne haben wir uns Grundstücke herausgesucht, die anhand der Größe, Lage, Ausrichtung, Form, etc. in Frage gekommen wären und haben unsere priorisierte Liste an den Vertriebler geschickt mit der bitte, das höchstpriorisierte verfügbare GRundstück zu reservieren.

Gesagt getan – wir hatten unser Baugrundstück… für 2 Wochen…

Nach besagten 2 Wochen kam die ernüchternde E-Mail: Ein anderer Kaufinteressent mit Vorrang hätte sich das Grundstück ausgesucht, und könnte alternativ das Nachbargrundstück mit Zufahrt von einer anderen Seite angeboten werden – Super Idee, denn da wäre die Terasse nach Norden ausgerichtet – da wird es wenigstens im Sommer nicht zu heiß.

Diesen ironischen Hinweis, dass ein kleineres nach Norden ausgerichtetes Grundstück keine adäquate Alternative sei hatte der Vertriebler scheinbar nicht verstanden oder unhöflich ignoriert es dann aber dennoch irgendwie geschafft, das nächsthöher prorisierte Grundstück unserer Liste zu reservieren.

Dieser Frieden hielt dann 4 Wochen – dann wurde der Lageplan überarbeitet und unser Grundstück war auf einmal nicht mehr existent. Dafür wurden aber ca. 15 neue Grundstücke aufgenommen, wovon eins unseren Bedürfnissen noch mehr entsprach – also Glück im Unglück.

Parallel haben wir uns nach weiteren Alternativen umgeschaut, da uns das bisherige hin und her langsam aber sicher zu bunt wurde. Und wir hatten erneut doppeltes Glück.

Über das Kommunale Immobilienportal wurden wir in einer Gemeinde, die Verkehrstechnisch für uns optimal gelegen ist, wir aber bisher nie näher in Betracht gezogen hatten, fündig: Es wurde ein 575m² großes, Süd-West ausgerichtetes Grundstück in einem Neubaugebiet gefunden, welches im Gemeindebesitz war. Nach einem Telefonat mit der Ortsbürgermeisterin und der zuständigen Bearbeiterin bei der Liegenschaftsverwaltung der Samtgemeinde war das Grundstück reserviert und wir durften vor Erwerb das Baugrundgutachten erstellen lassen.

Nach Erhalt des Baugrundgutachtens wurde dann das Kaufinteresse bestätigt und alles ging zum Notar. Somit sind wir seit Mitte Dezember die Eigentümer eines Grundstücks.

Einziger kleiner Wehmutstropfen: Auf den Kaufpreis für das Grundstück kamen noch ca. 15000€ für Erschließung und Ausgleichsmaßnahmen, welche – entgegen unserer vorherigen Informationen leider doch für die Bemessung der Grunderwerbsteuer relevant sind und diese somit 1000€ höher als ursprünglich geplant waren.

Um das ganze nun aber mit einer positiven Nachricht für uns abzuschließen:

Das ursprüngliche Neubaugebiet wurde noch 4 weitere Male umgeplant und ist bis heute nicht erschlossen – also haben wir alles richtig gemacht.

 

Auf der Suche nach dem Hausbauunternehmen

Warum ein Neubau?

Als die Entscheidung, den Traum des Eigenheims zu verwirklichen, getroffen war ging begann die Suche.

Ich war lange gegen die Idee eines Neubaus, jedoch hat eine lange und intensive Marktbeobachtung gezeigt, dass auf Grund der aktuellen Zinssituation das Preis-Leistungs-Verhältnis von Bestandsimmobilien nicht ansatzweise da ist, wo ich es vermutet habe.

Wir haben uns diverse Ruinen angeschaut, deren Besitzer utopische Vorstellungen hatten, was ihr „Traumschloß“ wert sei.

Nach diversen enttäuschenden Besichtigungen haben wir uns dann doch entschieden, uns in einem Musterhausparkberaten zu lassen.

 

massa, EinSteinHaus, allkauf – die DFH von ihrer „besten“ Seite.

massa – Haus:

Gesagt getan sind wir in den nahgelegenen Musterhauspark in Mülheim-Kärlich gefahren und haben die dort präsentierten Häuser beguachtet und mit den anwesenden Verkäufern erste Gespräche geführt.

Im ersten Moment gefiel uns die Idee des schnellen Hauses mit Holzständerwerkkonstruktion, also wurde ein erste Gespräch mit Herrn R. von massa-Haus geführt.

Das erste „Planungsgespräch“ startete angenehm und unsere Wünsche wurden durchgesprochen. Gefolgt von ein paar Angeboten und Versprechen wurde das Gespräch mit den Worten „Ich schicke Ihnen dann morgen den Vertrag zu, da der Preis nur noch diese Woche gilt“ beendet. Unsere bitte, das Angebot dann auf den höheren Preis auszustellen, damit wir die Angebote in Ruhe vergleichen könnten wurde ignoriert und wir wurden in den folgenden Tagen bedrängt, doch endlich zu unterschreiben.

Hiermit hatte Herr R. sich und sein Unternehmen für das weitere Auswahlverfahren disqualifiziert.

 

einStein – Haus

Ein paar Tage später sollte dann Herr S. von einStein-Haus die Möglichkeit bekommen, das Baukonzept und die Besonderheiten darzustellen. Die besonderheit hier sind die gegossenen Betonwände, die fertig zur Baustelle transportiert und dort verschraubt und mit dem WDVS bestückt werden.

Im Gegensatz zu dem Termin bei massa-Haus endete dieses Gespräch nicht mit Druck in unsere Richtung – ganz im Gegenteil, Herr S. ging super auf unsere Wünsche und bedenken ein, und verbleib damit – zu unserer eigenen Überraschung – im Rennen.

 

Nach dieser Erfahrung haben wir angenommen, dass die Taktik mit „kurzzeitig verfügbaren Lockangeboten“ vielleicht doch nicht an der DFH, dem Mutterkonzern von massa, einStein und Allkauf, liegt, sondern eine Masche von Herrn R. oder massa-Haus ist. Also gaben wir Allkauf, als weiterem Vertreter von Holzständerkonstruktionen auch noch die Chance.

 

allkauf:

Auch das Gespräch mit Herrn R. von Allkauf verlief super. Die Planung war gut, der Preis passte und es wurde kein Druck ausgeübt, also verbleib auch Allkauf zunächst im Rennen, was sich beim Zweittermin allerdings schnell erledigt hatte. Beim Zweittermin war direkt ein freier Finanzierungsberater mit anwesend, der uns eine seltsame Blasenfinanzierung mit ganz vielen unsicherheiten im Zins anbot, hierfür aber die „flexible Rate“ lobte. Entgegen jeglicher rechtlicher Grundlage bot er sogar an, dass wir, wie es vor Jahrzehnten noch üblich war, auch gerne noch ein oder zwei neue Autos mit in die Baufinanzierung aufnehmen könnten.

Und nach dem Zweittermin drängte auch Herr R. von Allkauf nun auf den Vertragsabschluss und zog das Druckmittel der „unmittelbar bevorstehenden Preiserhöhung“.

Damit war die gesamte DFH-Gruppe von unserem Auswahlverfahren disqualifiziert, da hier der Fokus ganz klar auf schnelle Vertragsabschlüsse ausgelegt ist.

Heinz von Heiden – Massivbauweise setzt sich durch

Fehlte nun noch ein Vertreter der konventrionellen Stein auf Stein Bauweise. Hier wurde und von Bekannten, die mit HvH gebaut hatten, deren Bauherrenfachberater Herr U. genannt. Mit diesem wurde ein Termin vereinbart, und er bot – als einziger – an, die Beratung bei uns zu Hause durchzuführen, was wir auf Grund der besseren Möglichkeit die Kinder zu beschäftigen dankend annahmen. Zur Vorbereitung auf den Termin wollte Herr Urban vorab noch ein paar grundlegende Dinge zu unseren Wünschen wissen, damit er die relevanten Unterlagen dann auch vorlegen kann. Weiterhin wies er am telefon direkt darauf hin, dass eine Preiserhöhung innerhalb von 4 Wochen nach dem Telefonat ins Haus steht und schlug vor, den Termin erst dann durchzuführen, wenn er die neuen Preise vorlägen, da diese die Entscheidungsgrundlage bilden würden – ein erster dicker Plauspunkt für HvH und Herrn Urban, der die Preiserhöhung nicht als Druckmittel für einen schnellen Abschluss nutzte und transparenz bewies.

Der Termin verlief sehr angenehm. Und wir verliebten uns direkt in das HK 159.

Nach einigen weiteren abenden intensiver Diskussion und abwägen des für und wieder entschieden wir uns, Herrn U. mitzuteilen, dass wir ein Haus mit HvH bauen wollen – sobald wir ein Grundstück hätten.

 

Über die Odyssee der Grundstücksuche werde ich in meinem nächsten Beitrag ausführlicher berichten.

Es geht los!

Herzlich Willkommen zu diesem Blog zum Thema Hausbau & Co.

Hier wird in Zukunft die Berichterstattung zu unserem Bauprojekt und dazugehörigen und daraus resultierenden weiteren Projekten erfolgen.

Zunächst einmal werde ich den aktuellen Stand darstellen, da sich in der bisherigen Planungszeit einiges passiert ist, ich jedoch bisher nichts außergewöhnliches zu berichten hatte.

Zu den Themen Grundstückssuche und – kauf werde ich bei Bedarf noch Berichte nachtragen.

Bei dem von uns geplanten Haus handelt es sich in der Grundversion um das Haus HK 159 der Baufirma Heinz von Heiden.

Auf Zusatzausstattungen und Eigenleistungen werde ich jeweils detailliert eingehen, wenn der entsprechende Bauabschnitt erreicht ist.

Um vorab eine grobe Übersicht zu geben hier eine Übersicht der zu erwartenden Beiträge, die über das eigentliche Bauherr-sein hinau geht:

  • Dachdämmung und Trockenausbau in Eigenregie inkl. Tipps und Tricks für besseres gelingen
  • Fachgerechter Einbau von Bodenfliesen und Vinyl- und Laminatboden
  • Planung und Einrichtung von SMART-Home Lösungen
  • Einbau und Anschluss einer Regenwasserzisterne
  • Terassierung des Hangs inkl. Gartenmauer
  • Terrassenplanung

Wir erwarten den Baubeginn mitte April 2018, bis dahin werden Berichte über Planung und Bemusterung nachgereicht, und mit Beginn der Erdbauarbeiten wird regelmäßig der Baufortschritt beschrieben.

Bis dahin viel Spaß

Sascha